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Bald einheitliche Preise für Anrufe bei Service-Nummern?

Handy oder Festnetz: Die Regulierungsbehörde erwägt, bei Service-Nummern die Tarife anzugleichen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Oliver Berg/dpa)
Festnetz und Mobilfunk: Die Bundesnetzagentur erwägt, die Kosten für die Verbraucher bei Service-Nummern anzugleichen. Die bisherige Preisdifferenzierung sei nicht mehr gerechtfertigt.

Die massiven Preisunterschiede zwischen Festnetz und Mobilfunk für Anrufe bei 0137er- und 0180er-Nummern könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

Die Bundesnetzagentur erwägt mit Wirkung zum 1. Dezember vorzuschreiben, dass die Preise für Anrufe aus den Mobilfunknetzen den Preisen für Anrufe aus den Festnetzen entsprechen müssen, wie sie am Mittwoch mitteilte.

«Die heutige Preisdifferenzierung zwischen Festnetz und Mobilfunk ist sachlich nicht mehr gerechtfertigt. Es ist an der Zeit, hier eine Preisangleichung vorzunehmen», sage der Präsident der Aufsichtsbehörde, Jochen Homann, in Bonn.

Die 0137er-Nummern werden etwa bei Zuschauerabstimmungen in Fernsehsendungen wie «Deutschland sucht den Superstar» oder bei Gewinnspielen eingesetzt, um große Massen von Anrufen in kurzer Zeit bewältigen zu können. Die 0180er-Nummern werden von Servicediensten wie Hotlines genutzt. Dabei sind die Preisunterschiede zwischen Anrufen aus dem Festnetz und Mobilfunknetzen häufig erheblich. So kostet ein Anruf bei einer Nummer mit der Vorwahl 01803 laut Netzagentur derzeit aus dem Festnetz 3,9 Cent pro Minute, aus den Mobilfunknetzen sind es in aller Regel 42 Cent pro Minute.